Omega-3 aus Algenöl: Die vegane Alternative zu Fischöl
Omega-3 aus Algenöl – Herstellung, Vorteile und warum es Fischöl ersetzt? Omega-3 Fettsäuren sind wichtig für unseren Körper. Diese Information dürfte mittlerweile ein offenes Geheimnis sein.
Welche Omega-3-Fettsäuren gibt es?
Es gibt drei verschiedene Omega-3-Fettsäuren in unserer Nahrung:
- Alpha-Linolensäure ALA (Vorkommen in Pflanzen wie Walnüssen)
- Docosahexaensäure DHA (Vorkommen in Fisch)
- Eicosapentaensäure EPA (Vorkommen in Fisch)
Wir brauchen alle drei Omega-3-Fettsäuren.
Warum viele Menschen nicht ausreichend mit Omega-3 versorgt sind?
Insbesondere Menschen, die keinen Fisch oder nicht regelmäßig frischen Fisch essen sind nicht hinreichend mit den Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure versorgt.
Omega-3 ohne Fisch – der Ursprung des Algenöls
Die zwei Omega-3-Fettsäuren, die im Fisch vorkommen gibt es mittlerweile als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Algenöl zu kaufen.
Algen sehen in der Vorstellung der meisten vermutlich lang, grün und glibbrig aus. Die Gewinnung des Omega-3-Algenöls ist deutlich unspektakulärer. Sie erfolgt aus der Mikroalge Schizochytrium sp.
Diese winzig kleinen Organismen sind ursprünglich in den Mangrovenwäldern in küstennahen Lebensräumen beheimatet. Dort wird sie nicht für die Produktion des Algenöls geerntet.
- Die Mikroalge wird in großen Behältnissen unter streng kontrollierten Bedingungen im Labor gezüchtet.
Wie wird Omega-3-Algenöl hergestellt?
Die Mikroalge Schizochytrium sp. wird in großen, geschlossenen, dunklen Behältern gezüchtet. Sie kann sich sowohl unter Lichteinfluss, aber auch in der Dunkelheit vermehren. Das funktioniert, weil sie zwei verschiedene Stoffwechselwege zur Energiegewinnung hat.
Die Züchtung im Dunkeln ist besonders ökologisch, weil keine Lichtenergie aufgewandt werden muss. Schizochytrium sp. ist sehr pflegeleicht. Als Nährstoffe kommen in den Zuchtbehälter lediglich Zucker oder Essigsäure.
- Ein weiterer großer Vorteil an der Züchtung in geschlossenen Behältnissen unter Laborbedingungen ist, dass keine Kontamination mit Umweltkontaminanten wie Schwermetallen erfolgen kann.
- Die Alge kann zudem kein Jod anreichern, da dieses nicht bei der Produktion hinzugegeben wird.
Reinheit und Sicherheit bei der Algenölgewinnung
- Ein weiterer großer Vorteil an der Züchtung in geschlossenen Behältnissen unter Laborbedingungen ist, dass keine Kontamination mit Umweltkontaminanten wie Schwermetallen erfolgen kann.
- Die Alge kann zudem kein Jod anreichern, da dieses nicht bei der Produktion hinzugegeben wird.
Achtung: wer nicht regelmäßig Fisch isst, sollte seine Jodversorgung über Nahrungsergänzungsmittel sicherstellen. Vor allem Frauen in Deutschland erreichen im Durschnitt nicht die empfohlene Jodzufuhr.1 Das kann zu großen Problemen führen, denn die Schilddrüse, die Geschlechtsorgane und auch das Gehirn brauchen Jod, um gut zu funktionieren.2
Gewinnung des Algenöls
- Gewonnen wird das Algenöl schließlich durch das Aufbrechen der Zellwände der Mikroalgen unter Ausschluss von Sauerstoff.
- Anschließend werden noch mögliche Gerüche entfernt und das Öl von den Zellwänden abfiltriert.
Algenöl als Alternative zu Fischöl
Algenöl aus der Mikroalge ist eine umweltfreundliche und ethische Option zu Fischöl. Ihre Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sollten Menschen, die keinen Fisch essen unbedingt über diese Alternative sicherstellen.
1 Robert Koch Institut / Nationale Verzehrsstudie 2 / Ergebnisteil 2
2 Löffler/Petrides / Biochemie und Pathobiochemie / Springerverlag




